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Republik in Osteuropa an der Ostsee im Baltikum, 65 200 km², 3,6 Mio. Einwohner, Hauptstadt Vilnius, Amtssprache Litauisch. Das nur im Osten hügelige Litauen lebt von Fischerei, Land- und Forstwirtschaft sowie von im zunehmendem Maße entwickelter Industrie (Papier, Holzverarbeitung, Textilien, Maschinen, Nahrungsmittel). Die überwiegend katholische Bevölkerung besteht aus Litauern, doch spielen starke russische (6 Prozent) und polnische (6,7 Prozent) Minderheiten eine Rolle.

Im 13. Jh. kam es zur ersten Herausbildung eines litauischen Staates, der sich nach Osten ausdehnte und sich unter Jagello im 15. Jh. mit Polen verband (1589 Vereinigung der beiden Länder). Durch die Polnischen Teilungen im 18. Jh. wurde Litauen russisch, 1918 wieder selbstständig und 1940 nach Vereinbarung Hitlers und Stalins sowjetisch besetzt. Der deutschen Eroberung 1941 folgte 1944 die erneute sowjetische Besetzung, die erst 1990 mit der Erklärung der Unabhängigkeit endete. 1991 Aufnahme in die UNO, 2004 in NATO und EU.